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Meldung: 10.12.2018

Spannende Impulse beim Werkstattgespräch über Künstliche Intelligenz




Künstliche Intelligenz spielt eine wichtige Rolle in den Debatten der Gegenwart. Im Werkstattgespräch am 28. November gab Dr. Ellen Wilmes Einblicke in das Thema aus naturwissenschaftlicher und philosophischer Sicht und regte das Publikum zu spannenden Diskussionen an.



Künstliche Intelligenz, kurz KI, ist in unserem täglichen Leben angekommen: Computer, Smartphone, automatische Steuerungsprozesse bei Maschinen, Rasenroboter und Fertigungsroboter. KI löst unterschiedliche Emotionen aus: Freude und Staunen über die Möglichkeiten der Technisierung stehen Befürchtungen gegenüber. „Man muss keine super intelligente KI sein, um einzusehen, dass es einfach nur dumm wäre, dem größten Ereignis der Menschheitsgeschichte unvorbereitet entgegen zu laufen“, sagte etwa der Physiker Max Tegmark und forderte: „Der Leistung unserer Technologie muss die Klugheit unseres Gebrauchs entsprechen.“

Im Werkstattgespräch beleuchtete die ehemalige Mathematiklehrerin und Doktorin der Philosophie, Dr. Ellen Wilmes, das Thema KI aus unterschiedlichen Perspektiven. Unter anderem sprach sie naturwissenschaftliche, ethische und gesellschaftspolitische Aspekte an und gab dem interessierten Publikum wertvolle Impulse. „Künstliche Intelligenz ist in Begriffen greifbar zu machen, aber eine abschließende Definition existiert nicht, weil die Worte Kunst und Intelligenz selbst nicht eindeutig festgelegt sind“, so die Philosophin.

Wie die Auswirkungen der Entwicklung von KI auf unsere Gesellschaft sein werden und welche Fähigkeiten in Zukunft gefragt sein werden, darum ging es auch im Werkstattgespräch. Es sei wichtig gezielt die Fähigkeiten zu entwickeln, die künstliche Intelligenz nicht abdecken kann, wie Mitgefühl, soziale Intelligenz und künstlerische Tätigkeiten, zitierte die Philosophin etwa einen chinesischen Unternehmer und stellte die Fragen: Weshalb entschließt sich der Mensch, diese Technik weiter voran zu treiben? Was braucht Künstliche Intelligenz? Welche Folgen gehen mit KI einher? Und: Was bedeutet dies für den Menschen als Person, in der Gesellschaft und für ein Unternehmen? Im Anschluss an die zahlreichen Impulse aus Philosophie und Naturwissenschaft gab es eine anregende Diskussion des Publikums, die ihren Höhepunkt im anschließenden Networking fand.

Zur Referentin:
Dr. Ellen Wilmes studierte Philosophie in Marburg an der Lahn. Ihr Schwerpunkt liegt in der theoretischen Philosophie inhaltlich bestimmt von der Körper-Geist-Seele-Problematik. In diesem Bereich forschte sie während ihrer Dissertation. Ihre Vorträge verbinden geschickt natur- und geisteswissenschaftliche Ansätze mit eigenen Forschungsergebnissen. In ihrer philosophischen Praxis in Rödental bietet sie eine selbstentwickelte Gesprächstechnik und regelmäßige Zen-Seminare mit aktuellen Themen an. Weitere Informationen unter www.co-philosophie.de.




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