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Meldung: 14.11.2019

Weihnachtsaktion: „Wir pflanzen einen Wald“

Karin Ellmer (Mitte), Martina Reuß (links) und Sylvia Warth (rechts) haben 400 Rotbuchen im Rahmen der Weihnachtsaktion 2019 gepflanzt.


Baumpflanzaktion der Designwerkstatt Coburg 2019. Karin Ellmer und ihr Team versenden in diesem Jahr keine Weihnachtskarten. Stattdessen pflanzen sie 400 Bäume.


Drei Billionen Bäume gibt es weltweit. Das haben Wissenschaftler der amerikanischen Yale-Universität 2015 errechnet. In Deutschland sind es rund 100 Bäume je Einwohner und im Landkreis Coburg kommen nun 400 Bäume hinzu. „Wir haben uns in diesem Jahr eine besondere Weihnachtsaktion überlegt“, sagt Leiterin Karin Ellmer. „In diesem Jahr werden wir keine Weihnachtskarten drucken lassen. Grüße schicken wir aber trotzdem. Wir pflanzen einen Wald. Jeder Adressat unserer Weihnachtspost steht für einen gepflanzten Baum.“
Bernd Ledermann, Leiter des Grünflächenamts der Stadt Coburg sagt: „Der Borkenkäfer und die letzten heißen Sommer haben unseren Bäumen mächtig zugesetzt. Nicht alle werden es überleben. Da freuen wir uns besonders über diese Aktion.“ Stephan Just, zuständig für Forst- und Baumpflege im städtischen Grünflächenamt, ergänzt: „Wir werden Bäume pflanzen, die robust gegen unsere veränderten Wetterbedingungen sind. Die Baumartenauswahl orientiert sich zum einen an den Standortbedingungen wie Wasserversorgung, Sonneneinstrahlung und Ausgangsgestein. Zum anderen auch an den Erfahrungen zur natürlichen Verbreitung der Baumarten. Wie sie sich in den vergangenen Jahren bei Extremereignissen verhalten haben und welche Zukunftsaussichten bestehen, sind ebenfalls wichtige Kriterien. Dafür geeignet sind Rotbuche, Spitz-, Berg- und Feldahorn, Esskastanie, Stieleiche, Elsbeere, Speierling und Winterlinde, Küstentanne, Schwarzerle, Lärche, Douglasie und Wildobst.“
Unter Experten gilt die Wiederaufforstung als eine wirksame Maßnahme zum nachhaltigen Klimaschutz. „Die Bilder in diesen Tagen zeigen eine Erde, die sich verändert“, sagt Leiterin Karin Ellmer. „Die Temperaturen steigen und damit erreichen uns Nachrichten, die herausfordernd sind. Während die einen noch im Verharren gefangen sind, brechen die anderen aus alten Denkmustern aus und bieten Wege an. Auch die Akteure der Kultur- und Kreativwirtschaft zeigen oftmals mit ihren Vorschlägen, wie Lösungen machbar, nachhaltig und mit der Natur im Einklang sein können.“ Klar seien diese 400 Bäume erst ein Anfang, „doch Wege entstehen nur dann, wenn man sie geht. Und die Designwerkstatt sowie die Akteure der Kultur- und Kreativwirtschaft gehen gerne voran und geben Impulse in unsere Region.“



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